Im Beisein von Dekan André Hermany öffnet der Gesprächsladen „mittendrin“ am 24.6. um 10.00 Uhr wieder seine Tür – für alle, die eine kurze Kaffeepause, eine freundliche Begegnung oder ein persönliches Gespräch suchen. Im Verkaufsraum können wie gewohnt fair gehandelte Waren, Karten, Bücher u.v.m. erworben werden. Selbstverständlich müssen Hygienevorschriften und Abstandsregeln beachtet werden.
„Das Leben ist zu kurz...“ heißt es in einem Songtext, und dann wird aufgezählt, wofür: Es ist zu kurz für schlechte Musik, für Beziehungskrieg, für dumme Laberei… Mit etwas Nachdenken könnten wir alle die Liste für uns selbst leicht weiterführen – und feststellen, mit wie vielen überflüssigen, unnötigen und unbefriedigenden Dingen wir unsere Zeit verbringen. Dabei geht es im Leben doch nicht darum, die uns geschenkte Zeit einfach nur totzuschlagen, sondern zu nutzen und zu füllen mit Tätigkeiten, die uns wirklich etwas bedeuten. Ob unser Leben am Ende lang oder ist oder kurz, ist letztlich einerlei. Wichtig ist, dass wir etwas daraus machen...
Angst ist kein schönes Gefühl. Aber sie hat eine wichtige Funktion, nämlich uns vor Gefahren zu warnen. Sie macht uns aufmerksam und vorsichtig – und kann manchmal sogar lebensrettend sein. Schwierig wird es nur, wenn die Angst uns auf Dauer beherrscht. Dann werden wir innerlich eng und handlungsunfähig. In diesen Tagen bestimmt noch immer die Angst vor Ansteckung unser aller Leben. Natürlich sind Umsicht und Vorsicht im Umgang miteinander geboten, doch es ist nicht nötig, dass wir uns und unseren Alltag ganz und gar dem Gefühl der Bedrohung unterordnen. Das Leben hält noch mehr für uns bereit!
Dass „Gottes Geist“ in der Welt wirkt, klingt ziemlich abstrakt. Was soll das heißen, wie soll man sich das vorstellen? Doch jeder kennt wohl das Gefühl der BeGEISTerung – von etwas hingerissen, erfüllt, entflammt zu sein! Das kann alles Mögliche sein: ein anderer Mensch oder eine Landschaft, ein Kunstwerk oder ein Musikstück, eine Idee oder ein Vorhaben. Entscheidend ist, dass die Begeisterung etwas in Bewegung bringt: Sie versetzt in Hochstimmung, lässt anders in die Welt blicken und drängt zum Handeln. Ganz genauso setzt auch der Geist Gottes alles Gute in uns in Bewegung und stößt Veränderungen an!
Die Krise ist zum Alltag geworden, wir lernen mit den auferlegten Einschränkungen zu leben. Die meisten von uns haben sich mit der Situation irgendwie arrangiert. Dennoch machen sich bei vielen Lustlosigkeit und Müdigkeit breit. Manche haben sich zuhause regelrecht eingeigelt. Über alles scheint sich eine gewisse Schwere und Lähmung gelegt zu haben. Da kann es nötig sein, sich selbst ab und zu einen kleinen Schubs zu geben: Sich nicht hängen zu lassen, sondern wieder aufzurichten – wie eine welkende Blume, die frisches Wasser bekommt. Denn mittlerweile ist doch wieder einiges an „frischen“ Erlebnissen möglich...